Johannisreiten in Casel

Johannisreiten in Casel 2024

Das letzte Dorf in der Niederlausitz lebt die Tradition: Auch dieses Jahr war es bei bestem Wetter eine Freude, dem Johannisreiten beizuwohnen. Mit viel Liebe und Hingabe wurde das Fest vom Traditionsverein Casel und mit Hilfe vieler Sponsoren durchgeführt. Wilde Hetzjagden auf staubigem Grasboden, dumpfe Pferdehufe und fliegende Grasbüschel begeisterten die Besucher, die sich auf die Jagd nach dem Johann machten. Das ist keine Episode aus einem wilden Western, sondern Realität in Casel (Drebkau), wo die Tradition des Johannisreitens noch lebendig ist.

Der Brauch findet traditionell an einem Sonntag um den 24. Juni, dem Johannistag, statt. Bereits am Vortag sammeln junge Mädchen tausende Kornblumen, die am Sonntagmorgen zu Ranken geflochten werden. Um 13 Uhr werden die Ranken am Körper des Johann angebracht, begleitet von Andacht und Segnung in der Dorfkirche. Um 14:30 Uhr beginnt der Höhepunkt: Der Johann, verkörpert von einem mutigen Burschen, besteigt sein Pferd und reitet, begleitet von Musik und Mädchen in Trachten, zum Reitplatz. Die Jagd beginnt, und die mutigen Zuschauer versuchen, den Johann vom Pferd zu holen, um einen Teil seines Kornblumenpanzers zu erhaschen und so Glück und eine reiche Ernte für das kommende Jahr zu sichern.

Nach der Jagd wartet ein abwechslungsreiches Programm auf die Gäste, das bis in den Abend hinein reicht. Der Tag endet mit dem traditionellen Abschlusstanz und einem gemütlichen Ausklang bei Musik auf dem Reitplatz.

 

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(Fotograf & Text: Karsten Klante) Hinweis: Ich habe die Fotos nach bestem Wissen und Gewissen zensiert! Sollte doch ein Foto dabei sein, welches noch gelöscht werden müsste, schreibt mir eine E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) mit Angabe des Namens vom Foto.

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